Landesschülervertretung fordert Abschiebstopp von Jugendlichen nach Afghanistan

Die Landesschülervertretung spricht sich vehement gegen die Abschiebungen von hessischen Schülerinnen und Schülern nach Afghanistan aus. „Als wir von den Abschiebebriefen, die allein in Offenbach an etwa 70 Jugendliche verschickt wurden, gehört haben, waren wir schockiert. Gerade Schülerinnen und Schüler, die sich eine soziale Existenz in Deutschland aufgebaut haben, dürfen nicht in ein Land abgeschoben werden, das weder Sicherheit noch eine Perspektive bietet!“, erklärt Landesschulsprecher Fabian Pflume, „Wir solidarisieren uns mit allen Jugendlichen, denen eine Abschiebung nach Afghanistan droht, und unterstützen all ihre Freundinnen und Freunde, die sich für sie einsetzten.“

Weiterhin unterstützt die Landesschülervertretung den Demoaufruf des Stadtschülerrats Offenbach, der für seine Mitschülerinnen und Mitschüler auf die Straße geht. Hibba Kauser, Landesvorstandmitglied und Stadtschulsprecherin in Offenbach, erläutert: „ Wir wollten nicht akzeptieren, dass unsere Freundinnen und Freunde zurück nach Afghanistan geschickt werden sollen! Daraufhin haben wir eine Petition mit mittlerweile über 1000 Unterschriften gestartet und für den 29. August eine Solidaritätsdemo in Offenbach geplant.“ Unterstützt wird die Demonstration auch von der GEW Offenbach, den Naturfreunden Offenbach, der Offenbacher Flüchtlingshilfe und dem Bündnis „BUNT statt braun“.

Pflume fordert eine verlässliche Integrationspolitik und kritisiert die drohenden Abschiebungen auch, weil sie selbst für alle nicht betroffenen Flüchtlinge Unsicherheit bedeuten: „Die Schule sollte doch eigentlich ein Raum sein, der Menschen zusammenbringt und Türen öffnet. Solange Schülerinnen und Schülern die Abschiebung droht, kann die Integration nicht funktionieren!“

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