Zum Inhalt springen

Der blaue Brief an das Ministerium: „Wir brauchen keine leeren Versprechen – wir brauchen endlich Taten!“

Die Ergebnisse der PISA-Studie für Deutschland sind katastrophal – und doch keine
Überraschung, trotz aller Hinweise auf die Missstände. Unabhängig vom Bundesland sind diese
Ergebnisse ein klares Warnsignal. Ein Warnsignal, welches wir nicht wegdiskutieren oder
ignorieren dürfen und nicht mit politischen Agenden lösen werden. Ein katastrophales Ergebnis,
auch für Hessen, das durch viele Einflüsse, aber vor allem aufgrund eines maroden,
unterfinanzierten und ungerechten Bildungssystems, so schlecht ausgefallen ist.

Die Ergebnisse sind auch für uns nicht überraschend. Denn neben den bekannten Hürden, wie
die Corona-Pandemie und die Zuwanderung von Schülerinnen, ist das Bildungssystem nicht mehr zeitgemäß. Einen Kurs, den die Bildungspolitik in Hessen seit Jahren führt und welcher Fortschritt und Erneuerung als Fremdwörter führt. Leere Versprechen hören wir in der Arbeit als Schülerinnenvertretung viel zu oft und es ist an der Zeit, zu handeln und das Problem nicht zu
flicken, sondern es ein für alle Mal zu lösen und Veränderungen anzustreben.

Es braucht mehr Investitionen in unsere Bildung
Ob die Modernisierung der Ausstattung an Schulen, die seit Jahren zu langsam voranschreitet
oder marode Schulgebäude in Hessen, die aufgrund von zu wenig Geld nicht renoviert werden:
Wir brauchen mehr gezielte Investitionen in unsere Bildung. Mit Investitionen in das System,
welches seit Jahren unterfinanziert ist, würde man eine gute Grundlage für eine Veränderung
bieten.

Bildungsgerechtigkeit nicht nur als Wahlwerbung
Wir brauchen ein System, welches gerecht funktioniert – unabhängig von den sozialen
Hintergründen und der Herkunft von Schülerinnen. In einer gerechten und offenen Schule spielen diese Eigenschaften keine Rolle. Schülerinnen sollten nicht aufgrund von Faktoren, für die sie nicht selbst verantwortlich sind, Konsequenzen tragen müssen. Es
braucht also eine grundsätzliche Veränderung, damit alle jungen Menschen in Hessen das
Recht auf dieselben Bildungschancen unabhängig von individuellen Eigenschaften haben.

Klarheit, Ansätze und Lösungen statt Slogans, Inhaltslosigkeit und Stillstand
Eine klare Forderung von der Landesschülerinnenvertretung Hessen: „Handeln. Jetzt!“. Podiumsdiskussionen, Interviews, Pressestatements und ein guter Wille helfen uns nicht, Veränderungen zu erzielen. Wir brauchen Taten. Mit transparenter Kommunikation und der Einsicht, dass das Bildungssystem grundlegend verändert werden muss, sollten sich die Verantwortungsträgerinnen nun darum bemühen, das System umzustrukturieren. Die Angst,
dass das System immer weiter im Stillstand verbleibt und die Schulgemeinden die Last nicht
mehr halten können, ist da und gilt es abzubauen. Ein Umdenken und ein besseres
Bildungssystem erreichen wir nicht durch politische Eigeninteressen, leere Versprechen und
Wahlsprüche, sondern mit einer Regierung die Schülerinnen, Lehrerinnen, Eltern und alle
Beteiligten wahr- und ernstnimmt, zuhört und anpackt, wenn angepackt werden muss. Also
genau jetzt.