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Ganztägiges Lernen, das fordern immer mehr Eltern für ihre Kinder. Die Ganztagsschulen in Hessen reichen aber bei weitem nicht aus, um die geforderte Menge an Ganztagsschulplätzen zu decken. Das zeigt eine neue Studie der Bertelsmannstiftung deutlich. Die Opposition im hessischen Landtag¹ kritisiert: Es sei zu wenig unternommen worden für die Ganztagsschulen. Ebenso bekämen die 45,6%² der hessischen Schülerinnen und Schüler, die laut der Studie eine Ganztagsschule besuchen, häufig nicht das, was von einer Ganztagsschule erwartet wird.


Die hessische Landesschülervertretung beklagt die beträchtlichen Ungleichheiten im Umgang mit Jungen und Mädchen im Bildungswesen. Obwohl die hessische Landesverfassung die Gleichheit der Geschlechter in Artikel 1 festschreibt, stellen sich im alltäglichen Schulbetrieb enorme Defizite in der Verwirklichung dieses Grundsatzes heraus.


Die Landesschülervertretung kritisiert den Zustand vieler Schulwege in Hessen und spricht sich deutlich für eine Verbesserung dieser aus. „Es kann nicht sein, dass innerhalb der letzten zwei Jahre rund 500 Kinder und Jugendliche in Hessen auf ihrem Weg zur Schule einen Unfall hatten und von diesen 100 schwere Verletzungen davon trugen!“, betont Landesschulsprecher Fabian Pflume. Dies ergab sich aus einer von Wolfgang Greilich, Landtagsabgeordneter der FDP, kürzlich gestellten kleinen Anfrage. Tatsächlich ist die Situation vielerorts katastrophal.

Landesschulsprecher Fabian Pflume bezeichnete die heutige Pressekonferenz von Kultusminister Alexander Lorz als „lückenhaft“. „Interessant ist, was der Kultusminister nicht angesprochen hat: Dass Hessen so wenigen Jugendlichen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen den Zugang zur Regelschule ermöglicht, wie kein anderes Bundesland und unterdurchschnittlich wenige Ganztagsschulplätze anbietet, wurde überhaupt nicht thematisiert. Auch das Wort Digitalisierung fiel kein einziges Mal“, meint Pflume enttäuscht.


Schuljahresbeginn: LSV sieht große Herausforderungen fürs nächsten Schuljahr

Am 14. August beginnt in Hessen ein neues Schuljahr. Die hessische Landesschülervertretung nimmt den Schuljahresbeginn und die Pressekonferenz des Kultusministers zum Anlass, um auf die aus ihrer Sicht größten und dringendsten Herausforderungen für Hessens Schulen hinzuweisen.


Die Landesschülervertretung spricht sich vehement gegen die Abschiebungen von hessischen Schülerinnen und Schülern nach Afghanistan aus. „Als wir von den Abschiebebriefen, die allein in Offenbach an etwa 70 Jugendliche verschickt wurden, gehört haben, waren wir schockiert.


Hessen wird nach Aussage des Ministerpräsidenten Bouffier ab dem Jahr 2020 etwa 600 Millionen Euro pro Jahr mehr zur Verfügung haben. Landesschulsprecher Fabian Pflume fordert, dass die zusätzlichen Mittel neben der Ausstattung der Kindertagesstätten, schwerpunktmäßig in Bildung und Schulen investiert werden.


In diesen Tagen und Wochen erhalten tausende Schülerinnen und Schüler in Hessen und der Republik ihre Abiturzeugnisse. Die hessische Landesschülervertretung gratuliert allen Schulabgängerinnen und -abgängern sehr herzlich und wünscht ihnen viel Erfolg auf ihrem weiteren Lebensweg.


Landesschülervertretung wählt Vorstand nach

Bei der Sitzung des Landesschülerrats vom 19. bis 21. Mai 2017 in Wetzlar standen Neuwahlen im Vorstand der hessischen Landesschülervertretung an. Der Wiesbadener Fabian Pflume wurde als Landesschulsprecher gewählt und folgt auf André Ponzi, der nach einem Jahr abiturbedingt ausscheidet. Als stellvertretende Landesschulsprecherinnen wurden Isa-Yael Roth (Hochtaunuskreis) und Hannah Kriebel (Kreis Waldeck-Frankenberg) gewählt.


Pressemitteilung
Landesschülervertretung fordert mehr politische Bildung gegen Populismus und Politikverdrossenheit