PM: Tom Sohl ist neuer Hessischer Landesschulsprecher

Der Kasseler Schüler Tom Sohl wurde am vergangenen Donnerstag in Frankfurt am Main vom Landesschülerrat der Landesschülervertretung Hessen einstimmig zum neuen Hessischen Landesschulsprecher gewählt. Damit tritt der 17-Jährige die Nachfolge von Johannes Strehler (17) aus der Bergstraße an, welcher die Landesschülervertretung seit dem Beginn des Schuljahres geleitet hatte. Strehler schied auf Grund seines bestandenen Abiturs aus der Landesschülervertretung Hessen (LSV) aus. Zusammen mit Lou-Marleen Appuhn (18) aus dem Hochtaunuskreis bildet Sohl nun die Speerspitze der Hessischen Schülerschaft. Beide freuen sich sehr auf ihre gemeinsame Arbeit und sind sich sicher, die Bildungslandschaft nachhaltig prägen und mitgestalten zu können.

Der aus dem Schwalm-Eder-Kreis stammende Sohl besucht im Moment die gymnasiale Oberstufe an der Kasseler Friedrich-List-Schule. Vor seiner Wahl zum Hessischen Landesschulsprecher war Sohl seit Anfang Dezember Vorsitzender des Fachausschusses für Lehrinhalte der LSV und seit Anfang April Stellvertretender Landesschulsprecher. Dem Landesschülerrat gehört Sohl seit September 2018 an. Dort vertritt er die Interessen der Schülerinnen und Schüler der Stadt Kassel.

Während seiner Amtszeit will Sohl vor allem auf die Schule als Ort der Demokratie eingehen. In seiner Bewerbungsrede betonte er: „Die Schule ist der erste Ort, an dem unsere Mitschülerinnen und Mitschüler Demokratie aktiv erleben. Hier werden die Weichen für eine demokratische Gesellschaft gestellt.“ In diesem Zusammenhang will er sich vordergründig mit der Verteilung der Stimmen in der Schulkonferenz, dem höchsten Beschlussorgan innerhalb einer Schule, beschäftigen. „Es ist ungerecht, dass die Mitglieder des Lehrkörpers zusammen mit der Stimme des Schulleiters in jeder Abstimmung die Eltern und Schüler überstimmen können. Wir brauchen gelebte und vor allem echte Demokratie in den Schulen!“, sagte Tom Sohl dazu. Um dies zu erreichen hat sich Sohl einen aktiven Austausch mit dem Hessischen Kultusministerium und den im Landtag vertretenden Parteien vorgenommen. „Hessen ist eines von nur zwei Bundesländern in dem diese Ungerechtigkeit noch besteht.“, erklärte Sohl, „Dies gilt es zu ändern!“ Aber auch die Digitalisierung der Hessischen Schulen wird für den neuen Landesschulsprecher eine wichtige Rolle spielen. „Es geht nicht, dass die Hessischen Schülerinnen und Schüler digitales Lernen auf unterschiedlichen Niveaus erfahren und deshalb begrüße ich auch den ersten Schritt der Landesregierung 500 Millionen Euro in die Digitalisierung der Hessischen Schulen zu stecken. Jedoch darf es nicht bei leeren Versprechungen bleiben, um die Gesellschaft ruhig zu stellen. Es ist ungerecht, wie diese Gelder verteilt werden.“, so Sohl zu dem Thema, „Zwar soll das Geld streng nach den aktuellen Schülerzahlen verteilt werden, aber es wird nicht beachtet, inwieweit die Digitalisierung bereits in der Vergangenheit in den unterschiedlichen Regionen von den Kommunen vorangetrieben worden ist. Frankfurt erhält so zum Beispiel viel mehr Geld, bei einer bereits besseren Vorarbeit der Stadt, als kleinere und ärmere Kreise und Städte, bei denen teilweise viel schlechtere Ausgangslagen vorliegen.“ Durch die Verfassungsänderung zum Thema Kinder- und Jugendrechte, die mit 89,1% in der letztjährigen Volksabstimmung angenommen worden sind, würdensich aber auch neue Ziele für die LSV ergeben, wie Lou-Marleen Appuhn, Stellvertretende Landesschulsprecherin, erklärt: „Wir Schülerinnen und Schüler sind uns viel zu oft nicht darüber bewusst, welche Rechte wir haben. Zum einen aus reiner Unwissenheit, zum anderen aber auch weil uns diese allzu oft bewusst vorenthalten werden oder die Einforderung unserer Rechte sanktioniert wird. Gerade in Bezug auf die Kinder- und Jugendrechte, die nun auch in der Hessischen Verfassung verankert sind, kann es nicht sein, dass wir weiterhin unserer Rechte beraubt werden!“ Auf Grund dessen sieht Appuhn hier besonderen Handlungsbedarf. „Als Vertreterin von mehr als 800.000 Schülerinnen und Schüler sehe ich es als meine Aufgabe, diesem Zustand ein Ende zu bereiten und dafür zu sorgen, dass alle Schülerinnen und Schüler Hessens ihre Rechte nicht nur kennen, sondern auch einfordern können.“, so Appuhn zu den Zielen der LSV zum Thema Kinder- und Jugendrechte.

Für Rückfragen stehen Ihnen Tom Sohl und Lou-Marleen Appuhn gerne zur Verfügung.

Sie erreichen Sohl unter der Mobilfunknummer 0152/22377959 oder per E-Mail an tom.sohl@lsv-hessen.de

Appuhn erreichen Sie unter der Mobilfunknummer 0160/91542770 oder per E-Mail an marleen.appuhn@lsv-hessen.de