PM: PISA Studie

Die Pisa Studie ist eine Bankrott Erklärung der deutschen Bildungspolitik

Zu diesem Ergebnis kommt die Landesschüler*innenvertretung Hessen bei der Betrachtung der diesjährigen Ergebnisse.

„Die Ergebnisse der Pisa Studie sind seit Jahren vergleichbar, die Probleme bleiben“ , so Co- Landesschulsprecherin Lou-Marleen Appuhn. Der große Schock über die Ergebnisse sei zwar überwunden, gravierend seien sie aber noch immer. „Deutschland hinkt bei der Frage der sozialen Gerechtigkeit noch immer stark hinterher. Es ist nicht hinnehmbar, wenn ein so reiches Land wie Deutschland im Vergleich mit 79 Ländern gerade einmal Platz 75 erreicht “. Die Schuld hierfür sieht Appuhn vor allem im dreigliedrigen Schulsystem, fehlender individueller Förderung, dem Lehrkräftemangel und einer mehr als zweifelhaften Lernmittelfreiheit. „Laut dem Grundgesetz soll jeder Mensch gleich sein, wir sehen aber, dass in der Schule das Gegenteil der Fall ist, noch immer hat ein Kind aus eine Akademikerfamilie eine doppelt so hohe Chance auf ein Abitur. Noch immer werden Kinder in einem Alter von gerade mal neun Jahren mit der Schulformempfehlung in die Schubladen Gymnasium, Real- oder Hauptschule gesteckt und noch immer kostet Bildung in Deutschland Geld.“ Schulbücher, Ausflüge, Klassenfahrten, das Mittagessen in der Schule und oftmals auch der Schulweg, all das fällt derzeit nicht unter die Lernmittelfreiheit in Hessen. Dinge, die sich schlicht nicht jede Familie leisten könne “, so Appuhn.

Auch Amtskollege Paul Harder kritisiert genau deshalb die Ungerechtigkeiten des hessischen, aber auch der Schulsysteme bundesweit.

„Die Pisa Studie zeigt, dass Bildung immer noch vom Geldbeutel der Eltern abhängig ist. Das darf so nicht sein. Es sollte keinen Unterschied machen, welchen sozialen Hintergrund die Eltern haben, wie viel sie verdienen und welchen Bildungsweg sie begangen haben. Deswegen fordern wir eine Veränderung beim Thema Hausaufgaben, kostenlose Lernmaterialien, günstiges Mittagessen und uneingeschränkten kostenlosen ÖPNV für alle hessischen SchülerInnen.“, so Harder.

Piet Pohlmann, ebenfalls CO- Landesschulsprecher geht sogar noch einen Schritt weiter.

„Die aktuelle Pisa-Studie ist eine Bankrotterklärung der deutschen Bildungspolitik und der endgültige Beweis, dass aus dem Pisaschock nichts gelernt wurde. So wurde in den letzten Jahren zwar ein marginaler Anstieg des Bildungsniveaus in Deutschland erreicht, dies jedoch weiterhin zum Preis sozialer Ungleichheit und steigender psychischer Belastung. Wenn man tatsächlich Fortschritte in unserer Bildungslandschaft erreichen möchte muss man endlich anfangen die Schüler*innen als Individuum in den Vordergrund zu stellen und tatsächliche Chancengleichheit vorantreiben. Dazu braucht es aber echten Gestaltungswillen, welcher aktuell schlicht nicht vorhanden ist.“

In einem ist sich die hessische Landesschüler*innenvertretung sicher; es muss mehr in Bildung investiert werden und endlich ein Paradigmenwechsel stattfinden.

Für Fragen stehen wir Ihnen jederzeit bereit, schreiben Sie uns eine Email an post@lsv-hessen.de. Telefonisch steht Ihnen Lou-Marleen Appuhn gerne zur Verfügung Sie erreichen Sie unter +49 160 91542770 .