PM: Landesschülervertretung fordert alle Schülerinnen und Schüler Hessens auf am 15. März gegen den Klimawandel auf die Straße zu gehen

Wir als Landesschüler*innenvertretung Hessen rufen alle Schüler*innen, Lehrer*innen  und Schulleitungen zur Hessenweiten Beteiligung an den Schulstreiks „Fridays for Future“ auf. Von Fulda bis nach Wiesbaden und von Kassel bis nach Bensheim.  Nur wenn wir vereint auf die Straße gehen und am Internationalen Streiktag für Klimaschutz gemeinsam demonstrieren setzen wir ein positives Zeichen. 

Wir Schülerinnen und Schüler möchten das Thema bei der nächsten Aktuellen Stunde im Landtag darauf lenken, wie wir in Hessen unseren Beitrag dazu  leisten können, um das Leben der kommenden Generationen zu schützen und zu gestalten und nicht mehr auf ein vermeintliches Schulschwänzen.

Alle Schüler*innen sind willkommen an der Demonstration teilzunehmen und ihrer Stimme hierdurch Ausdruck zu verleihen. Wir fordern die Schülerschaft Hessens dazu auf, sich nicht von Sanktionen und Drohungen einschüchtern zu lassen, sondern gemeinsam aufzustehen und ein Zeichen für den Klimaschutz und den Partizipationswillen von uns Schüler*innen an die Politik zu senden.

Seit Wochen gehen jeden Freitag Schülerinnen und Schüler in ganz Hessen auf die Straße, inspiriert von der Schwedin Greta Thunberg, um für unsere Zukunft zu demonstrieren. Und seit Wochen werden uns dabei Steine in den Weg gelegt. So wird  uns unterstellt lediglich der Schule unentschuldigt fehlen zu wollen, nur dem Hype zu folgen oder sich gar von der Klimalobby instrumentalisieren zu lassen. Lehrerinnen und Lehrer drohen nicht nur mit unentschuldigten Fehlstunden, sondern mit jeglicher Art von Sanktionen, um uns durch Einschüchterung daran zu hindern unser Recht wahrzunehmen unseren politischen Überzeugungen Ausdruck zu verleihen und für unsere Zukunft zu kämpfen. Für den internationalen Protesttag der Bewegung „Fridays for Future“ am 15.März hat nun sogar der Kultusminister selbst Schulleitungen dazu aufgefordert Schülerinnen und Schüler, die an Demonstrationen teilnehmen möchten nicht zu entschuldigen. Er stellt sich damit klar gegen den Partizipationswillen der Kinder und Jugendlichen, wenn dies in wertvoller Unterrichtszeit stattfinden soll. Dabei sei darauf hingewiesen, dass selbst die Bundeskanzlerin in  ihrer jüngsten Aussage den Einsatz ausdrücklich lobt: „Ich unterstütze sehr, dass Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz auf die Straße gehen und dafür kämpfen“.

Jede Schule sollte stolz darauf sein, wenn ihre Schülerinnen und Schüler die Curriculare Maxime, wie eigenständiges, kritisches Denken, politische Meinungsbildung und Partizipation so sehr verinnerlichen, dass sie diese nicht nur auf den Unterricht, sondern auch auf ihr eigenes Leben anwenden. Durch das reale Ausleben dieser Ziele kann aus unserer Sicht mehr für das Leben gelernt werden, als an einem Tag im Klassenraum.  Wir fordern daher die Schulleitungen dazu auf das politische Engagement ihrer Schülerinnen und Schüler zu fördern und sie dabei zu unterstützen Partizipation zu leben und nicht sie durch Strafen und unentschuldigte Fehlstunden hierfür zu sanktionieren. Vielmehr wollen wir auch die Schulen dazu aufrufen den 15. März gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern unter das Thema Klimaschutz zu stellen. Für die ersten Stunden des Tages haben dafür Lehrer*innen und Schüler*innen Arbeitsblätter zusammengetragen, die fächerübergreifend das Thema Klimaschutz thematisieren und somit auf eine gemeinsame Demonstration in den folgenden Unterrichtsstunden des Tages vorbereiten sollen. Ebenso wie die Arbeitsblätter wird auf unserer Website www.lsv-hessen.de in Kürze auch eine Einladung der LSV erscheinen mit der Schülerinnen und Schüler bereits im Vorhinein bei ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern die Teilnahme am Protesttag beantragen können.  Um der Argumentation Schülerinnen und Schüler würden nur schwänzen wollen ein für alle Mal ein Ende zu bereiten, werden wir für die Demonstrierenden Teilnahmebestätigungen vor Ort aushändigen, von denen wir hoffen, ja viel mehr erwarten, dass sie von Lehrerinnen und Lehrern in ganz Hessen akzeptiert werden. Schülerinnen und Schüler gehen nicht auf die Straße, um Unterricht zu verpassen, sondern kämpfen trotz des verpassten Unterrichts, als ein Symbol einer sich immer stärker politisierenden Generation, für ihr Recht auf Zukunft und Mitbestimmung.

Bei Rückfragen steht ihnen Lou-Marleen Appuhn (stellvertretende Landesschulsprecherin) gerne zur Verfügung. Marleen.appuhn@lsv-hessen.de 0160 91542770