PM: Fridays for future trifft Politik

Fridays for future trifft Politik

„Ihr wollt doch nur Schule schwänzen!“, „Ihr seid nur am Kritisieren und habt keine Lösungsvorschläge!“ , „Ihr habt doch keine Ahnung wovon ihr redet!“, all das wollten die Vertreterinnen und Vertreter von einem Großteil der hessischen Ortsgruppen der Schüler*innenbewegung Fridays for future nicht mehr auf sich sitzen lassen. Diese Woche trafen sie sich mit dem hessischen Kultusminister Alexander Lorz und der Umweltministerin Priska Hinz. In die Wege geleitet hatte das Treffen die Hessische Landeschüler*innenvertretung. „Uns war es wichtig, einen Raum zu schaffen, in dem Vertreterinnen und Vertreter der Schüler*innenbewegung die Möglichkeit haben ihre Forderungen und Fragen einmal direkt an die Politik zu richten und in dendirekten Dialog zu treten“, so Landesschulsprecherin Lou-Marleen Appuhn. Wie wichtig ein solcher Austausch ist, wird an den Reaktionen der Teilnehmenden erkennbar: „Wir hätten gern noch länger diskutiert“ so Constantin Sennlaub aus der Ortsgruppe Hochtaunus. In den gut neunzig Minuten mussten die beiden hessischen Politiker*innen den Jugendlichen Rede und Antwort stehen und einiges an Kritik ertragen. Zu langsam gehe die Verkehrs- und Energiewende in Hessen voran und mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2050 könnten keinerlei Klimaziele erreicht werden, so der Tenor. Die Politik beschwichtigt und weist teilweise Verantwortung von sich, man lebe schließlich nicht in einer Diktatur, in der man umfassende Klimaschutzmaßnahmen gegen den Willen der Bevölkerung durchsetzen könne, so die Umweltministerin. Zudem liege bspw. der Ausbau von Radwegen oftmals in kommunaler Verantwortung.

Bezüglich der Sanktionen gegen streikende Schüler*innnen wurde der Kultusminister sehr klar, er fühle sich von der Presse und der Öffentlichkeit missverstanden und wolle keinesfalls mit aller Härte gegen die Streikenden vorgehen, als Kultusminister sei es allerdings seine Verpflichtung für die Einhaltung der Schulpflicht Sorge zu tragen. Er appelliere daher noch einmal daran, die Proteste außerhalb der Schulzeit zu legen, mittlerweile würden diese seiner Meinung nach auch dann die gleiche Aufmerksam generieren.

Konkrete Ergebnisse gab es in Puncto Recycling Papier an Schulen, die Verantwortung hierfür läge zwar in der Hand der Schulträger, Umwelt- und Kultusministerium wollen aber einen gemeinsamen Brief herausgeben, indem sie zur Nutzung der umweltfreundlicheren Möglichkeit aufrufen.

Für Fragen steht Ihnen Lou- Marleen Appuhn (hessische Landeschulsprecherin) gern zur Verfügung, sie erreichen Sie unter marleen.appuhn@lsv-hessen.de sowie 016091542770.