Landesschülervertretung Hessen und Bundesschülerkonferenz begrüßen Vorhaben von Bundesbildungsministerin Annette Schavan
Am 02. Januar 2007 hatte Bundesbildungsministerin Annette Schavan in der Rheinischen Post das Ziel geäußert, sie wolle bis 2012 die Zahl der Schulabbrecher ohne Schulabschluss halbieren. Hierzu erklären die Hessische Landesschülervertretung und die Bundesschülerkonferenz:
Die Landesschülervertretung (LSV) Hessen und die Bundesschülerkonferenz (BSK) begrüßen das Vorhaben von Bundesbildungsministerin Annette Schavan die Zahl der Schulabbrecher ohne Schulabschluss bis 2012 zu halbieren.
„Ich kann Frau Schavan nur zu ihrem Vorhaben beipflichten“, so der Vorsitzende der hessischen Landesschülervertretung, Landesschulsprecher Kaweh Mansoori.
Eine wachsende Informationsgesellschaft stelle völlig neue Erwartungen an ein Schulsystem. Die Qualität und Quantität der Schulabschlüsse sei mehr denn je gefragt.
„Schavan trifft einen wunden Punkt des deutschen Bildungssystems. Mehr fordern heißt auf der Gegenseite Vorrausetzungen schaffen. Unser Schulsystem muss jeden mitnehmen, keiner darf auf der Strecke bleiben. Diese Erkenntnis hat uns spätestens Skandinavien nach dem Pisa-Test gelehrt.“, unterstreicht Mansoori.
„Ich hoffe, dass die Länder unsere Bundesbildungsministerin bei ihrem Vorhaben unterstützen. Auch in Hessen besteht großer Handlungsbedarf. Fünf Prozent Schulabbrecher ohne Schulabschluss sind deutlich zu hoch. Kultusministerin Wolff muss die Perspektivlosigkeit jetzt durch die richtigen Entscheidungen bekämpfen. Kommende Bildungsreformen dürfen allerdings nicht zulasten der Qualität der Schulabschlüsse gehen. Unsere Hauptschülerinnen und Hauptschüler brauchen höhere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dafür müssen wir ihnen die richtigen Schlüsselqualifikationen vermitteln. Hauptschule darf keine Restschule sein.“
Auch die Absicht mehr Schülerinnen und Schüler für technische Berufe zu begeistern gehe in die richtige Richtung. „Wir müssen heute die Weichen für morgen stellen und zusehen, dass wir dem bevorstehenden Fachkräftemangel in Deutschland mit Konzepten begegnen.“, so der Vorsitzende der Bundesschülerkonferenz Christopher Schuldes.
Schuldes weist darauf hin, dass Schule auch eine Perspektive für das spätere Leben aufzeigen müsse. „Es nützt nichts, einen Schulabschluss zu vermitteln, ohne gleichzeitig den Ausbildungsplatz für die Zeit nach der Schule zu schaffen. Schulabschlüsse und Ausbildungsplatzdiskussion sind Themen, die wir analog diskutieren müssen. Und die momentane Ausbildungsplatzsituation bietet allen Grund eine lange und ausgiebige Diskussion zu führen.“
Schuldes fordert eine Koordination und intensive Zusammenarbeit der Kultusministerien über die Landesgrenzen hinweg, um einheitliche Rahmenbedingungen für alle Schüler Deutschlands zu schaffen. „Nur so können bundesweite Probleme auch nachhaltig gelöst werden", schließt Schuldes.
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